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Wenn ein Elternteil von seinem Handy verwirrt wird

Meist fängt es klein an — ein unbeantwortetes Handy, ein nicht zurückgerufener Anruf, ein leises „Ich komme mit diesem Ding nicht mehr klar". Es ist keine Dummheit, und es ist weder Ihre Schuld noch ihre. Was tatsächlich vor sich geht, wenn ein vertrautes Handy keinen Sinn mehr ergibt, und die sanften, unhastigen Dinge, die helfen.

Meist fängt es klein an. Ein Anruf, der nicht zurückgekommen ist. Ein Handy, das klingelnd auf der Seite liegen gelassen wurde, weil sie oder er nicht fand, wie man rangeht. Ein Aufflackern von Verlegenheit, wenn sie es Ihnen reichen und sagen: „Ich komme mit diesem Ding nicht mehr klar." Und ein kleines, ungutes Gefühl in Ihnen, denn das ist ein Elternteil, das einen Haushalt geführt hat, oder ein Geschäft, oder Ihre ganze Kindheit — und nun bringt ein Handy sie zum Stocken.

Es lohnt sich, es klar zu sagen: Das ist keine Dummheit, und es ist kein Charakterversagen. Handys verlangen jedem viel ab. Ein einziger Bildschirm kann vierzig winzige Ziele fassen; eine falsche Berührung öffnet etwas Lautes; das Layout verändert sich nach einem Update von selbst; und jede Aufgabe ist in Wahrheit eine Kette gemerkter Schritte — entsperren, das Symbol finden, es öffnen, die Schaltfläche finden, und nicht in Panik geraten, wenn ein Kästchen erscheint. Für einen Geist, der ermüdet oder ein wenig weniger hält als früher, sind nicht die Anrufe das Schwere. Es sind die Dutzenden kleiner Entscheidungen, die sie umhüllen.

Was wirklich vor sich geht

Oft ist es einfach Überforderung — zu viel Auswahl, zu wenig Nachsicht bei einem Fehler. Manchmal sind es die Augen oder unsichere Finger, die kleine Ziele zu einer Lotterie machen. Und manchmal ist es Teil einer weiter reichenden Veränderung im Gedächtnis oder Denken. Sie müssen von außen nicht diagnostizieren, welches davon, und hier ist nicht der Ort, es zu versuchen. Aber wenn die Verwirrung neu ist, zunimmt oder mit anderen Veränderungen einhergeht — wenn Namen, Daten, vertraute Abläufe ins Rutschen geraten —, lohnt sich ein sanftes Wort mit der Hausärztin oder dem Hausarzt, die genauer hinsehen können. Es früh zu benennen öffnet eher Türen, als sie zu schließen.

Die Dinge, die wirklich helfen

  • Weniger Entscheidungen. Jedes Symbol, das Sie entfernen, ist eine Auswahl weniger, die man falsch treffen kann. Räumen Sie den Bildschirm auf die zwei oder drei Dinge zusammen, die sie wirklich nutzen.
  • Gleichbleiben. Ein verwirrter Geist klammert sich an das, was an seinem Platz bleibt. Schaltflächen, die sich nie bewegen, jeden Tag an derselben Stelle, tun mehr Gutes als jede clevere Funktion.
  • Machen Sie es gemeinsam. Setzen Sie sich daneben und lassen Sie sie tippen, während Sie es durchsprechen. Ihnen das Handy wegzunehmen, um es „schnell zu richten", bestätigt leise die Furcht, dass sie es nicht können.
  • Nehmen Sie den Druck heraus. Versichern Sie ihnen, dass sie nichts kaputt machen können und dass ein falsches Tippen nichts ist, wovor man sich fürchten müsste. Die halbe Schwierigkeit ist die Angst, nicht das Handy.
  • Geduld statt Tempo. Das Ziel ist nicht, ihnen das ganze Handy neu beizubringen. Es ist, die wenigen Dinge, die sie brauchen, leicht zu machen und den Rest in Ruhe zu lassen.

Wenn es helfen würde, das Handy ganz zurückzuräumen, haben wir einen schlichten Schritt-für-Schritt-Leitfaden geschrieben, um genau das auf dem Gerät zu tun, das sie schon besitzen: wie Sie das Handy, das Ihr Elternteil bereits besitzt, einfacher machen. Und wenn sie sich in Wahrheit einen einzigen ruhigen Bildschirm wünschen, der sich nie verändert — große Fotoschaltflächen für die Menschen, die sie anrufen —, ist das der Grund, warum wir My Phone gemacht haben, kostenlos zu nutzen auf dem Handy, das sie schon haben.

Wo Sie echte Unterstützung finden

  • Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (deutsche-alzheimer.de) — ein Beratungstelefon und klare Informationen für alle, die sich um das Gedächtnis sorgen, ob es eine Diagnose gibt oder nicht.
  • Spezialisierte Beratungsstellen und Pflegestützpunkte — fachliche Hilfe, die Familien durch die Demenz begleitet, telefonisch und per E-Mail.
  • Ihre Hausärztin oder ihr Hausarzt — der richtige erste Schritt, wenn die Verwirrung neu ist oder zunimmt, und der Weg zu jeder Abklärung oder Hilfe, die nötig ist.

Vor allem: Seien Sie freundlich damit — zu ihnen und zu sich selbst. Ein Handy, das schwer zu bedienen wird, ist ein kleiner Verlust, und kleine Verluste verdienen Sanftmut. Machen Sie die wenigen Dinge einfach, sitzen Sie neben ihnen, während sie die neue Gestalt davon lernen, und lassen Sie den Rest los.

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